Nesselsucht /

 

Nesselfieber /

 

Urtikaria



Quaddel-Bildung



Definition: 

Was ist eine Nesselsucht?


Die Urtikaria (Urticaria, Nesselsucht) ist eine häufige Hauterkrankung / allergische Reaktion. 

Kontaktallergie. 

Sie ist nicht ansteckend. 

In manchen Fällen aber auch nicht ungefährlich !!!!



Vorab hilfreiche Tipps : 

Kalt abwaschen 

Mischen Sie einen Teil Essig mit zehn Teilen kaltem Wasser und waschen sie ihren Hund damit ab. Essig wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, wundheilend und desinfizierend.

 

Calcium Frubiase Ampullen

„Bei allergischen Reaktionen kann die erhöhte Zufuhr von Calzium die Ausprägung des Juckreizes beziehungsweise der Bildung von Quaddeln verringern", Calcium gilt als probates Mittel der Wahl bei allergisch bedingten Hautbeschwerden, die mit starkem Juckreiz, Erythem- und Quaddel-Bildung verbunden sind, und auch als Notfallmedikation bei Insektenstichen. Calzium trägt dazu bei, dass weniger Histamine ausgeschüttet werden und verringert dadurch die Allergie Erscheinungen.“

 

Apis D6 Globuli

„Vor allem bei Hautbeschwerden wie Nesselsucht (z.B. durch Kontaktallergie) und Insektenbisse bzw. –stiche. Die betroffenen Hautstellen sind glasig und geschwollen, sie jucken oder brennen. Bei allen ödematösen Schwellungen (Wassereinlagerungen) sowie bei Allergien kann Apis helfen.“

 

Antihistaminika Ceterizin

„Geeignet für allergische Hunde. Cetirizin, welches 1-2 Mal täglich gegeben werden kann. Cetirizin gibt es als Tabletten, Tropfen und Saft. Es sollte allerdings beachten werden, dass es einige Zeit dauern kann, bis Antihistaminika wirken (i.d.R. bis zu 2 Wochen). Für akute Allergie-Schübe sind sie deswegen meist nicht geeignet. Sie können aber langfristig vorbeugend gegeben werden.


Symptome:

Ursache für die Beschwerden der Nesselsucht ist vor allem der Botenstoff Histamin. 

Er wird bei Nesselsucht vermehrt ausgeschüttet. 

Dadurch weiten sich kleine Blutgefäße, die Haut rötet sich und die Gefäße werden durchlässiger. 

So kann Flüssigkeit ins Gewebe gelangen und es bilden sich Quaddeln.Sie können jucken und brennen, ähnlich wie nach dem Kontakt zu Brennnesseln (urtica = lateinisch für "Nessel"). 

Manchmal treten auch tiefere Schwellungen, sogenannte Angioödeme, auf.

Das Nesselfieber ist an einen Auslöser gekoppelt. 

Ist dieser am oder im Körper des Hundes vorhanden, so reagiert dieser mit der typischen Quaddelbildung. 

Diese tritt meist sehr schnell auf, d. h. innerhalb weniger Sekunden bzw. Minuten.
Der Kopf des Hundes ist sehr häufig betroffen, aber auch an allen anderen Körperstellen können sich einige wenige bis sehr viele Quaddeln bilden.
Die Größe der Quaddeln ist sehr unterschiedlich: Die Bandbreite erstreckt sich von wenigen Millimetern bis hin zu großflächig betroffenen Hautarealen.
Auch gerötete Hautstellen und dünne Krusten (von eingetrocknetem Sekret) sind möglich. 

Juckreiz kann, muss jedoch nicht vorhanden sein.

Gegen den starken Juckreiz kann helfen: Kaltes Wasser mit Essig gemischt, kühlende Umschläge, Kältepackungen oder kaltes Duschen. Wärme ist bei Nesselsucht zu vermeiden.
 Chronische Fälle von Nesselfieber sind im Vergleich zu akuten relativ selten. 

Bei chronischer Nesselsucht kann ein Besuch bei einem Tierheilpraktiker Linderung verschaffen. 

Am wichtigsten zur Behandlung der Nesselsucht ist und bleibt jedoch das Entfernen der auslösenden Ursache

Wird der Auslöser eliminiert, so bildet sich das Nesselfieber meist innerhalb einiger Stunden von selbst zurück, manchmal dauert es jedoch auch mehrere Tage, bis keine Quaddeln oder Rötungen mehr zu sehen sind.


Achtung !!!!!!  : 

Hat der Hund weitere Symptome wie Atembeschwerden, oder der Kopf ist stark betroffen, suchen Sie unverzüglich einen Tierarzt auf. 

Vielleicht hat Ihr Vierbeiner einen allergischen Schock.  

Dies bedeutet Lebensgefahr für Ihren Hund. 

Schlimmstenfalls kann sich ein auf einer allergischen Reaktion beruhendes Nesselfieber bis hin zu einem Anschwellen des Kehlkopfbereiches mit Atemnot und Erstickungsanfällen ausweiten (sog. Angioödem; auch angeschwollene Gliedmaßen sind dabei möglich). 




Ursachen: 

Die Ursachenforschung gestaltet sich schwierig

Haben Sie den Auslöser gefunden, gilt es, ihn aus dem Leben Ihres Hundes zu entfernen. 

Ein Nesselfieber kann die verschiedensten Ursachen haben. 

Erwähnenswert ist auch, dass nicht jeder Hund auf jeden potentiellen Reiz gleich stark reagiert; während beispielsweise ein Flohstich bei einem Tier nahezu unsichtbar bleibt, entwickelt ein anderes darauf eine mitunter heftige allergische Reaktion.

Ein häufiger Auslöser der Nesselsucht sind Medikamente wie zum Beispiel Schmerzmittel und Antibiotika.


Als Auslöser eines Nesselfiebers kommen unter anderem in Betracht:

-Ektoparasiten wie Flöhe, Zecken, Milben, Haarlinge oder auch der Stich einer Stechmücke oder Biene
-Bakterien (z. B. Staphylokokken)

-Waschmittel, Weichspüler oder ein neues Parfum

-ein neues Spielzeug, neues Halsband,
-Inhalationsallergene (z. B. Pilzsporen, Gräser-Pollen)
–Futtermittelallergene
-Bestimmte Medikamente oder Impfstoffe
-Bluttransfusionen
-Hormone, z. B. die Östrus-Hormone bei der zyklischen Hündin
-Hitze, UV-Strahlung
-Kälteeinwirkung
-Starker mechanischer Druck auf einen Hautbezirk
-Psychischer Stress.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Wichtig ist die Bekämpfung der Ursache, also des auslösenden Faktors des Nesselfiebers, denn nur hierdurch ist eine dauerhafte und sinnvolle Therapie möglich. Diese Suche kann sich mitunter recht schwierig gestalten, es sollte aber dennoch alles unternommen werden, um dem Hund ursächlich helfen zu können. 

Natürlich entscheidet der Tierarzt im Einzelfall immer vor Ort, welche Maßnahmen getroffen werden müssen. 

Häufig kommen hier Antihistaminika, Kortison (niedrig dosiert), Magenschutz und Dauertropfinfusionen, sowie gegebenenfalls auch Medikamente gegen Erbrechen oder Durchfall zum Einsatz. 

In bestimmten Fällen kann auch versucht werden, über eine schrittweise Desensibilisierung ein allergisch bedingtes Nesselfieber zu behandeln.

Das könnte man mit Apis D30 Tabletten 1xtäglich probieren.

 

Prognose
Ein akutes Nesselfieber ist in der Regel gut in den Griff zu bekommen. 

Wird der Auslöser gefunden und zukünftig gemieden, ist lediglich die Linderung der Symptome des akuten Nesselfiebers angezeigt.
Kann dagegen keine Ursache ausfindig gemacht werden, muss mit einem Wiederauftreten des Nesselfiebers gerechnet werden.

 

Prophylaxe
Ist bereits bekannt, welcher auslösende Faktor für das Nesselfieber eines Hundes verantwortlich war, besteht die Prophylaxe in einem zukünftigen Meiden dieses Faktors.

Viele Hunde reagieren allergisch auf bestimmte Pollen oder Blütenstaub die zu bestimmten Jahreszeiten ausschwärmen.

Dokumentieren sie den Ablauf ihrer Nesselsucht und vergleichen sie die Abläufe. (Anfang, Ende, Uhrzeit, Medikamentengabe, etc.)

Besonders im Spätsommer und im frühen Herbst finden sich nach Spaziergängen an den Beinen und am Bauch des Hundes Herbstgrasmilben (kleine, orangerote Pünktchen). 

Ein Abreiben des Hundes mit einem feuchten Handtuch kann helfen, diese schnell wieder loszuwerden und einer möglichen Nesselsucht vorzubeugen.

Auf eine gute, hygienische Futterqualität zu achten ist ebenfalls wichtig; Farb- und Konservierungsstoffe im Futter sollten möglichst vermieden werden.

 

Alles Gute für sie und ihren treuen Begleiter …

 


Copyright © by Sandra Balsat-Glasmacher * 14.07.2009 *

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